Geschichte des Hauses

Das Gebäude, das das „Landhaus Perle“ beherbergt, kann seit seiner Erbauung im Jahre 1904 auf eine bewegte Geschichte zurückblicken.
Durch Verlegung der Heeres-Brieftaubenstation von Köln nach Berlin wurde im Jahr 1899 mit der Bauplanung der neuen Station begonnen.
Am 23.05.1901 wurde unter Leitung des Garnisons-Bauinspektors Richter mit dem Bau des Stationsgebäudes begonnen, das am 21.11.1902 übergeben wurde.
Hier wurden Brieftauben für den Militäreinsatz im Ersten und Zweiten Weltkrieg gezüchtet und ausgebildet.
Im Jahr 1904 wurde die Anlage um ein Wohnhaus für zwei Brieftaubenwärter und einen Geräteschuppen erweitert. In diesem Gebäude befindet sich die heutige „Landhaus Perle“.
1908 kamen die letzten Brieftaubengeräte von Magdeburg nach Spandau und wurden hier in das Stationsgebäude integriert.
Im gesamten Nutzungszeitraum der Brieftaubenstation überbrachten etwa 25.000 Brieftauben Nachrichten von der Front an die Heeresleitung. 1945 wurde der Brieftaubenbetrieb eingestellt.
Im Jahre 1958 musste das Stationsgebäude dem Bau des Falkenseer Damm weichen.
Als Denkmal für die Nachrichtenübermittler des Ersten Weltkriegs wurde 1939 im Wröhmännerpark ein Gedenkstein von Georg Roch mit 25 stilisierten Brieftauben aufgestellt. Die Tauben wurden 1943 als Kriegsmetallspende eingeschmolzen. 1963 wurde eine neue Plastik von Paul Brandenburg entworfen, die reduziert auf 10 aufsteigende Tauben dem Original nachempfunden wurde.
Seinen endgültigen Platz fand das Denkmal in direkter Nähe zum heutigen „Landhaus Perle“ direkt an der Flankenschanze wo es noch heute steht.